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Abschäumer:

Entfernt Stickstoffverbindungen aus dem Becken bevor diese von Bakterien umgewandelt werden können, allerdings werden auch Spurenelemente und Plankton abgeschäumt. Ein guter Abschäumer ist für ein funktionierendes Riffbecken in der Regel unverzichtbar. Es gibt verschiedene Typen: mit Holzausströmern, mit Dispergator oder Venturidüse.Für welchen Typ man sich entscheidet ist eine Frage des Geldbeutels und der Beckengröße. Einige gute Abschäumer: Deltec, H&S, Grotech, Schuran, Sander

Kalkreaktor:

Versorgt das Becken mit Calzium und Hydrogencarbonat. Eine recht teure Anschaffung da man noch Co2 Flasche, Druckminderer und eine PH Steuerung benötigt. Im Reaktor wird der PH Wert mit Hilfe der Kohlensäure aus dem CO2 so weit gesenkt das Calzium aus dem Füllmaterial gelöst wird (ähnlich dem sauren Regen) Es können auch Spurenelemente aus dem Korallenbruch gelöst werden sowie als negative Folge auch im Korallenbruch gespeichertes Phosphat. Da immer CO2 aus dem Reaktor mit ins Becken gelangt ist der PH Wert zu überwachen. In nährstoffreichen Becken kann der Kalkreaktor auch das Fadenalgenwachstum fördern. In einem normalen Riffbecken ist der Kalkreaktor die komfortabelste Möglichkeit den Calzium und neuerdings durch Magnesiumfüllungen (z.B von Grotech) auchden Magnesiumwert auf konstanten Niveau zu halten. Gute Geräte besitzen eine Co2 Rückführung wie z.B. Modelle von ATI, Schuran, Grotech

Umkehrosmoseanlagen:

Sie werden eingesetzt um Leitungswasser vor dem Gebrauch von darin gelösten Schadstoffen (Phosphat, Nitrat Pestizide usw) zu befreien. gute Anlagen filtern bis zu 98% aller Stoffe aus dem Leitungswasser. Nachteil ist der große Wasserverbrauch, da für einen Liter reines Wasser fünf Liter Wasser benötigt werden. Dieses Verhältnis kann man durch Druckerhöhungspumpen auf 1:2 senken. Wer mit hohem Silikatwerten zu kämpfen hat sollte noch einen Mischbettfilter nachschalten. Bewährte Anlagen sind von Rowa, Aqua Medic, Aqualight u.a. erhältlich.

HQI Lampen:

Früher als die einzige funktionierende Beleuchtung für die Haltung von Steinkorallen angesehen. Mit Entwicklung der T5 Röhren ist jedoch ein neuer Konkurrent auf den Markt gekommen. Vorteil HQI hohe Lichtstärken möglich, Lichtkringeleffekt, Nachteil: niedriger Wirkungsgrad (ca. 78 %), starke Wärmeentwicklung, starkes Licht im direkten Lichtkegel außerhalb jedoch schwache Beleuchtung. Nach meiner Ansicht ist die Mischung von HQI und T5 derzeit die optimalste Beleuchtung. Für Steinkorallenbecken (SPS) empfehle ich mindestens 250 W.

T5 Lampen

Leuchstoffröhren der neuesten Generation. Nur noch 16 mm dicke Röhren. Der Vorteil von T 5 Licht liegt in einer flächigen, gleichmäßigen Ausleuchtung des Beckens. (wenn die Röhren ungefähr die Beckenlänge haben. Leider sehen manche Korallen unter T5 Licht nicht so brillant aus wie unter HQI. Vorteile: hoher Wirkungsgrad (ca. 95 %), niedrige Wärmeentwicklung, Nachteile: keine Lichtkringel.

Lichtfarben (Kelvin)

Momentan geht der Trend zu Leuchtmitteln mit immer höherem Blauanteil egal ob bei Röhren oder Brennern. Leider ist das nicht immer vorteilhaft für die Korallen. Zugegeben wer einen Tageslichtbrenner mit einem 10.000 K oder 14.000 K Brenner vergleicht wird sich an dem kühlweißen, leicht blauen Licht im Becken mehr erfreuen als an dem gelben Licht des Daylightbrenners. Grundsätzlich sollte man jedoch überlegen welche Korallen man pflegt und wo diese in der Natur stehen um möglichst natürliche Beleuchtungsbedingungen zu schaffen: Ein weiterer Aspekt ist das Brenner mit höherer Kelvinzahl weniger Lichtleistung bringen: Sie wirken nicht nur dunkler sie sind es tatsächlich. Der Osram Daylight hat bei 250 W eine Lumenleistung von 20.000 Lm ein vergleichbarer Giesemann Megachrome hat lediglich 12.500 Lm. Korallen die im Riff unter 5 m stehen können das blaue Licht besser verwerten als solche vom Riffdach so das es sich bei diesen Tieren ein wenig ausgleicht. Allerdings werden insbesondere bei SPS viele Korallen gepflegt die unmittelbar unter der Wasseroberfläche wachsen. Diese brauchen einen solch hohen Blauanteil nicht sondern eher ein wenig mehr Lichtpower. Hier wäre der Daylightbrenner optimal am besten kombiniert mit 2 blauen Leuchstoffröhren. Oder ein 10.000 K Brenner mit 250 W. Höhere Blauanteile insbesondere bei niedriger Leistung 150 oder gar nur 70 W können dann für manche SPS Korallen schon zu wenig sein um farbig zu bleiben und gesund zu wachsen.

Kalkwasser:

Früher die gängigste Methode zur Calziumergänzung im Meerwasseraquarium ist sie heute ein wenig aus der Mode gekommen. Dabei kann sie gerade in Verbindung mit einem Kalkreaktor eine optimale Kombination darstellen. Das Kalkwasser hat einen sehr hohen PH Wert während der Kalkreaktor Wasser mit einem sehr niedrigen PH Wert ins Becken bringt. Kombiniert man beides hat man folgende Vorteile. Da das Kalkwasser den PH Wert erhöht läuft der Kalkreaktor länger. Das Kalkwasser fällt zu hohe KH aus. (KH sollte nicht über 10 liegen) Gerade bei dicht besetzten SPS Becken schafft es eine Methode allein nicht die Werte auf einem vernünftigen Niveau zu halten. Eine anderer Vorteil ist die Ausfällung von Phosphat durch das Kalkwasser. Dies kann allerdings auch zum Nachteil werden da bestimmte Algen diese Verbindung aufknacken können und sich dann durch das Phosphat stark vermehren können. Man sollte daher den PO4 Wert immer niedrig halten und sich nicht auf die Ausfällung durch das Kalkwasser verlassen.

 

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